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Baustart bei Millionenprojekt „Westküstenleitung“

Komplexe Provisorien errichtet, Online-Sicherheitsunterweisungen erfolgreich eingeführt

Es ist eines der entscheidenden Projekte für die deutsche Energiewende und es kommt gerade richtig ins Rollen: EQOS Energie hat mittlerweile die Vorbereitungen für das 36,2-Millionen-Euro-Freileitungsprojekt im Auftrag der TenneT TSO GmbH weitgehend abgeschlossen. In beiden gewonnenen Baulosen sind viele der Zuwegungen zu den Maststandorten gebaut, Provisorien und Gerüste errichtet sowie die notwendigen Mastmontagen, Seilzüge und Baueinsatzkabel vorbereitet. Die Rammgründung hat an den ersten acht Standorten begonnen und drei der insgesamt 58 neu zu bauenden Masten liegen schon zum Stellen bereit.

„Die Bedingungen vor Ort sind schwierig, wir müssen mit besonders komplexen Provisorien arbeiten“, erklärt Carsten Gärtner, Geschäftsführer EQOS Energie. „Üblicherweise sind Provisorien 500 Meter lang, hier kommen wir auf über fünf Kilometer mit einer Kombination aus Baueinsatzkabel und Freileitung. Das ist nötig, um den durchgehenden Betrieb der beiden Bestandsleitungen während der Bauarbeiten zu sichern“, so Gärtner.

Für TenneT steht die Sicherheit auf der Baustelle an erster Stelle. Auf die Einhaltung der Arbeitsschutz-Richtlinien wird konsequent geachtet. Bereits bewährt haben sich die neu entwickelten Online-Sicherheitsunterweisungen, die in beiden Baulosen zum Einsatz kommen. Neben den Projektmitarbeitern nehmen auch Subunternehmer, Kunden oder Besucher der Behörden daran teil. Sie erhalten dadurch rasch und personenunabhängig eine allgemeine Unterweisung zu den Sicherheits­bestimmungen, die die Basis für jegliche weitere Einzelunterweisung am jeweiligen Maststandort ist. Die Erfahrungen mit der erstmals eingesetzten Online-Lösung sind so positiv, dass sie auch auf weiteren Baustellen zum Einsatz kommen soll.

Ebenfalls als erfolgreich hat sich die länderübergreifende Zusammenarbeit innerhalb der EQOS Energie Gruppe erwiesen. „Auch wenn es im Detail sicher noch Verbesserungsmöglichkeiten gibt, war die funktionierende Zusammenarbeit zwischen Deutschland und Österreich die Voraussetzung dafür, dass wir ein Projekt in dieser Größenordnung überhaupt für uns entscheiden konnten“, so Kurt Rader, Geschäftsführer EQOS Energie.